Augenarzt

Dr. med. Alexander Kottek

 

Vorsorge-Untersuchungen

Auf dieser Seite möchten wir Sie informieren, wie häufig eine Untersuchung beim Augenarzt empfohlen wird. Hier werden nur allgemein anerkannte Empfehlungen gegeben, die wissenschaftlich gut abgesichert sind und auf übereinstimmender Expertenmeinung basieren.  In  der Praxis halten wir weiteres schriftliches Informationsmaterial und bei Bedarf auch Literaturquellen bereit, die wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen. Wir möchten, dass Sie sich selbst von der Bedeutung der Untersuchungen für Ihre Gesundheit überzeugen können.

Vorsorge-Untersuchung auf Glaukom (grünen Star)
Das Glaukom ist eine relativ häufige Erkrankung, bei der die Sehnervenfasern langsam absterben, unter anderem durch einen erhöhten Augeninnendruck. Die entstehenden Schäden (Gesichtsfeldausfall, später Sehverschlechterung) bemerkt man erst im weit fortgeschrittenen Stadium, eine Heilung ist dann leider nicht möglich. Glaukom ist aber mit Augentropfen gut zu behandeln, so dass eine weitere Verschlechterung aufgehalten werden kann, wenn die Erkrankung frühzeitig entdeckt wird. Bei folgenden Patienten ist das Risiko für Glaukom erhöht: 1.) bei Patienten über 40 Jahren, 2.) bei Menschen, deren nahe Angehörige an Glaukom erkrankt sind, 3.) bei stärker Kurzsichtigen. In diesen Fällen ist eine jährliche Vorsorge-Untersuchung besonders empfehlenswert.



Vorsorge-Untersuchung bei Risiko für Netzhaut-Ablösung
Eine Netzhautablösung ist eine Erkrankung, die meist innerhalb von Stunden auftritt und schnellstmöglich operiert werden muss. Trotz der Operation bleibt jedoch meist eine deutliche Verminderung der Sehschärfe zurück. Oft zeigen sich schon lange vor einer Netzhautablösung typische Veränderungen am Augenhintergrund (z.B. Netzhautlöcher). Bei einer Untersuchung mit erweiterter Pupille können diese erkannt und mit einer harmlosen Laserbehandlung unschädlich gemacht werden. Bei folgenden Patienten ist das Risiko für eine Netzhautablösung erhöht: 1.) bei Kurzsichtigkeit ab 3 Dioptrien, 2.) bei Menschen, deren nahe Angehörige eine Netzhautablösung erlitten haben. In diesen Fällen ist eine Vorsorge-Untersuchung alle zwei bis drei Jahre besonders empfehlenswert.


Im Lauf der Zeit kommt es bei vielen Menschen zu Einschränkungen der Sehfunktionen, die zu einer Gefährdung im Straßenverkehr führen können. Eine verschlechterte Sehschärfe bemerkt man meist selbst. Ausfälle im Gesichtsfeld, ein verschlechtertes Kontrastsehen und eine verminderte Sehschärfe bei Dunkelheit oder Blendung bleiben jedoch häufig sehr lange unbemerkt, wenn sie sich schleichend entwickeln. Deshalb empfiehlt auch der ADAC eine regelmäßige Untersuchung der Sehfunktionen beim Augenarzt: unter 45 Jahren alle 5 Jahre, ab 45 Jahren alle 2 Jahre und ab dem 60. Lebensjahr einmal jährlich.


Kinder-Vorsorge-Untersuchung
Leider gibt es in Deutschland nach wie vor viele Kinder, bei denen eine einseitige Schwachsichtigkeit erst sehr spät erkannt wird und daher keine Behandlung mehr möglich ist. Eine einseitige Fehlsichtigkeit fällt im täglichen Leben oft gar nicht auf; eine beidseitige Fehlsichtigkeit fällt meist erst dann auf, wenn die Sehschärfe unter 30% liegt, da winzige Dinge wie z.B. Krümel, flugzeuge oder Ameisen schon mit einer Sehschärfe von 10% erkannt werden können. Daher wurden allgemein anerkannte Empfehlungen zu Augenuntersuchungen von Kinderärzten und Augenärzten erarbeitet:
Alle Kinder ohne weitere Risikofaktoren sollen im Alter von 2 bis 3,5 Jahren einmal beim Augenarzt vorgestellt werden. Wenn besondere Risiken vorliegen (Familienangehörige mit Schielen, starker Fehlsichtigkeit oder einseitiger Schwachsichtigkeit), sollte eine Untersuchung schon mit 6 Monaten erfolgen. Kinder bis zu 10 Jahren, die noch nie augenärztlich untersucht wurden, sollten ebenfalls vorgestellt werden.
Bei der Untersuchung können Fehlsichtigkeiten und Schielen ausgeschlossen werden, auch ohne Mitarbeit der Kinder. Die Untersuchung ist bis auf die etwas unangenehmen Augentropfen nicht belastend.
Weitere Informationen zur Untersuchung von Kindern

Kontaktlinsen
Wenn Kontaktlinsen gut angepasst sind und einige Regeln eingehalten werden, können Sie meist beschwerdefrei und ohne Komplikationen getragen werden. Da im Lauf der Zeit die Sauerstoffdurchlässigkeit aller Kontaktlinsen deutlich nachlässt und dadurch entstehende bleibende Schäden lange nicht bemerkt werden, sollten Kontaktlinsenträger regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt  oder einem erfahrenen Anpasser durchführen lassen: bei weichen Kontaktlinsen (hierzu zählen auch Monats- und Tageslinsen) alle 6 Monate und bei harten Kontaktlinsen alle 12 Monate.
Weitere Informationen zu Kontaktlinsen